Renovation of interceptor sewer with large-diameter NC Line profiles in Bruchsal, DE


Non-circular GRP profiles with a cross-section of 3000/2000 mm were installed to renovate a large-diameter interceptor sewer in the German city of Bruchsal.

 

The combined interceptor sewer located in Werner-von-Siemens Street in the German city of Bruchsal is a central and historical drainage channel. Earliest records date back to 1640 and in 1896, the former moat was upgraded to a man-sized channel with a height of 2 m and a width of 2.70-2.90 m. And the channel not only transported sewage: Telecommunication and electricity providers as well as potable water suppliers also passed their lines through the large profiles.

In 2011, an examination of the old sewer’s condition revealed severe cracks and leakage as well as serious structural instabilities on a 175 m long pipe section. Urgent action needed to be taken. Due to the many different cross-sections and the interceptor’s poor condition, a rehabilitation through relining was not an option. It was therefore decided to replace the old structure with a new one along the original route. The decision to use GRP as pipe material was quickly made, not least due to traffic-related reasons: The two busy lanes of the interurban Werner-von-Siemens Street had to remain unaffected by all means, and the use of concrete pipes would have demanded a larger trench and heavier lifting equipment, considerably narrowing the traffic space. Furthermore, a gradient of merely 0.6 ‰ and the resulting low flow rate were unquestionably a case for GRP pipes with their smooth inner surface, which helps prevent deposits.

A solution was worked out which involved non-circular GRP profiles with a cross-section of 3000/2000 mm and considered all necessary structural aspects with regard to the minimal coverage of approximately 300 mm. The project was put out to tender beginning of 2013 and the construction company Michel Bau won the contract. For the entire installation period, the old interceptor was drained and put out of operation. The water was instead redirected through a temporary steel pipe structure which was specially built on support stilts, passing over the two-lane road, walk- and cycle ways as well as private property. Thanks to this solution, it was possible to divide the construction works into merely three sections and thereby increase the cost-efficiency of the construction process considerably.

The restricted working space on site posed a considerable challenge and required a very smooth and constructive cooperation of all parties involved. Furthermore, the sewer channel wall and the foundations of adjacent buildings were partly merged, making the demolition of the old sewer a very delicate task.

In order to build a system that would eventually be capable of handling the required traffic load, the pipes were bedded in liquid soil to a depth of 1.25 m below ground level. Heavy “big bags” were used to prevent buoyancy in this process. In addition, a prefabricated tangential manhole 3000/2000/1200 mm was installed as intermediate shaft. Finally, the trench was covered with an in-situ concrete slab. Installation works were successfully finished after seven months and the rehabilitated sewer line has been working flawlessly since then.

 

HOBAS NC Profile mit großem Durchmesser sanieren Abwasserkanal in Bruchsal, DE
Minimale Überdeckung, sehr eingeschränkter Arbeitsbereich – die Bedingungen vor Ort machten die abschnittsweise Renovierung eines großen Abwassersammlers in der deutschen Stadt Bruchsal zu einer anspruchsvollen Herausforderung. HOBAS half, dieses außergewöhnliche Projekt in einen vollen Erfolg umzuwandeln.

Der Mischwassersammler in der Werner-von-Siemens-Straße in der deutschen Stadt Bruchsal ist ein zentraler und historischer Entwässerungskanal. Erste Aufzeichnungen stammen aus dem Jahr 1640, und 1896 wurde der einstige Stadtgraben als mannshohe Rohrleitung mit 2 m Höhe und einer Breite von 2,70-2,90 m ausgebaut. Und durch den Kanal lief nicht nur Wasser: Auch für die Leitungen von Telekommunikationsunternehmen und Stromanbietern boten die großen Durchmesser Platz.

Eine Überprüfung der alten Rohrleitung im Jahr 2011 brachte schwerwiegende Risse und Leckagen sowie gravierende Strukturschwächen auf einem 175 m langen Abschnitt zum Vorschein. Es bestand dringender Handlungsbedarf. Aufgrund der vielen verschiedenen Rohrquerschnitte und des schlechten Zustands der Leitung kam eine Sanierung mittels Relining nicht infrage. Die Entscheidung fiel daher zugunsten eines Neubaus des betroffenen Abschnitts entlang der ursprünglichen Trasse. Als Rohrmaterial wurde ohne große Umschweife GFK spezifiziert, nicht zuletzt aus verkehrstechnischen Gründen: Die beiden stark befahrenen Spuren der Werner-von-Siemens-Straße durften in keinem Fall von den Bauarbeiten beeinträchtigt werden, und bei der Verwendung von Betonrohren wären ein  breiterer Graben sowie schwerere Hebegeräte vonnöten gewesen, was den befahrbaren Bereich der Straße wesentlich verkleinert hätte. Darüber hinaus waren das minimale Gefälle von 0.6‰ und die damit verbundene niedrige Fließgeschwindigkeit zweifelsohne ein Fall für GFK-Rohre mit ihrer glatten, Ablagerungen verhindernden Innenfläche.

In enger Zusammenarbeit mit dem Planungsbüro erarbeitete HOBAS Deutschland eine Lösung mit nicht-kreisrunden GFK-Profilen mit einem Querschnitt von 3000/2000 mm, die alle notwendigen Aspekte in punkto Tragfähigkeit aufgrund der minimalen Überdeckung von im Schnitt 300 mm berücksichtigte.

Das Projekt wurde Anfang 2013 ausgeschrieben und das Bauunternehmen Michel Bau gewann den Auftrag. Der alte Abwassersammler wurde für die gesamte Verlege- und Bauzeit entwässert und außer Betrieb gesetzt. Das Wasser wurde stattdessen über eine provisorische, auf Ständern montierte Stahlrohrleitung umgeleitet, die über der zweispurigen Straße, Fuß- und Radwegen sowie auch Privatgrundstücken verlief. Danke dieser Lösung war es möglich, die Bauarbeiten in lediglich drei Abschnitte zu unterteilen und damit die Kosteneffizienz des Projekts wesentlich zu erhöhen.

Der räumlich eingeschränkte Baustellenbereich stellte alle beteiligten Projektpartner vor eine große Herausforderung und erforderte eine reibungslose und konstruktive Zusammenarbeit. Zudem bildeten Teile der Kanalwand und der angrenzenden Gebäude eine Einheit, was die Abbrucharbeiten am alten Sammler zu einer heiklen Aufgabe machte. Damit das neue Rohrsystem der erforderlichen Verkehrslast standhalten konnte, wurden die NC Profile in einer Tiefe von 1.25 m in Flüssigboden gebettet. Große „Big Bags“ verhinderten dabei einen Auftrieb der Rohre. Zusätzlich wurde ein HOBAS GFK-Schacht 3000/2000/1200 mm in Fertigbauteilweise als Zwischenschacht verbaut.

Nach Verlegung der Rohrleitung wurde der Graben mit einem Ortbetondeckel verschlossen. Die Verlegearbeiten konnten nach 7 Monaten erfolgreich abgeschlossen werden und der renovierte Abwassersammler funktioniert seitdem wieder einwandfrei.