Neue Impulse für nachhaltige Rohrsysteme – Ein Gespräch mit Dr. Johannes Lis und Mario Frieben
Die Anforderungen an unsere Wasserinfrastruktur wachsen: Klimawandel, Urbanisierung und steigende Nachhaltigkeitsanforderungen stellen Städte, Gemeinden und die Industrie gleichermaßen vor große Herausforderungen. Gleichzeitig eröffnen moderne Kunststoffrohrsysteme neue Chancen, diesen Wandel aktiv zu gestalten. In einem aktuellen Interview sprechen Dr. Johannes Lis, Geschäftsführer des Kunststoffrohrverbandes e.V., und Mario Frieben, Managing Director Amiblu Germany, über die Zukunft der Branche, bestehende Hürden und notwendige Veränderungen.
Kunststoffrohre als Schlüssel zur Transformation
Aus Sicht von Dr. Lis sind Kunststoffrohrsysteme ein zentraler Baustein für eine zukunftsfähige Infrastruktur, denn „Klimawandel und Digitalisierung brauchen stabile, langlebige Systeme – genau hier spielen Kunststoffrohre ihre Stärken aus.“
Neben ihrer hohen Lebensdauer bieten sie zudem die notwendige Flexibilität, um aktuellen Transformationsdruck zu bewältigen. Besonders im Hinblick auf den bestehenden Investitionsstau in Deutschland sieht die Branche großes Potenzial in gezielten Investitionen.
Mario Frieben betont dabei, „Infrastruktur ist unsichtbar – und genau deshalb fehlt oft die notwendige Priorisierung.“
Während sichtbare Schäden an Straßen schnell Aufmerksamkeit erhalten, bleibt der Zustand unterirdischer Systeme häufig unbeachtet. Umso wichtiger sei es, die gesellschaftliche und politische Wahrnehmung zu stärken und Investitionen gezielt zu fördern.
Ein weiterer Schwerpunkt ist aus Sicht des KRV die Bedeutung einer umfassenden Bewertung des CO₂-Footprints.
Dr. Lis stellt klar: „Der CO₂-Footprint ist kein Modethema, sondern ein zentrales Anliegen der Branche.“ Entscheidend sei nicht nur die Herstellung, sondern der gesamte Lebenszyklus eines Rohrsystems – von der Produktion über die Nutzung bis zur Entsorgung. Kunststoffrohre überzeugen insbesondere durch ihre Langlebigkeit und damit verbundene Nachhaltigkeit über Jahrzehnte hinweg.
Einigkeit besteht bei beiden Gesprächspartnern darüber, dass Deutschland vor einem erheblichen Investitionsstau steht. Dieser betrifft nicht nur die Industrie, sondern das gesamte System:
- Langwierige Genehmigungsverfahren
- Komplexe bürokratische Prozesse
- Fehlende politische Priorisierung
- Begrenzte finanzielle Ressourcen
Die Lösung? Schnellere Verfahren, mehr Digitalisierung und gezielte Investitionen – auch in „unsichtbare“ Infrastruktur wie Rohrsysteme.
Amiblu als Partner entlang des gesamten Projektzyklus
Amiblu versteht sich dabei nicht nur als Hersteller, sondern als Systemanbieter. Denn, so erklärt Mario Frieben, „Wir unterstützen bereits in der Planungsphase – vom Ingenieurbüro bis zum Betreiber.“
Angesichts des Fachkräftemangels gewinnt diese Unterstützung zunehmend an Bedeutung. Amiblu begleitet Projekte von der Planung über die Umsetzung bis hin zur Wartung und bietet damit echten Mehrwert für alle Beteiligten.
Dr. Lis unterstreicht zudem die Rolle der Branche insgesamt: „Unsere Unternehmen liefern nicht nur Rohre – sie schaffen intelligente, effiziente Lösungen.“
Fazit
Die Transformation der Wasserinfrastruktur ist eine Gemeinschaftsaufgabe und Kunststoffrohrsysteme spielen dabei eine entscheidende Rolle. Mit ihrer Langlebigkeit, Nachhaltigkeit und Innovationskraft bieten sie Antworten auf die zentralen Herausforderungen unserer Zeit.
Das vollständige Interview liefert spannende Einblicke und zeigt, wie Industrie und Politik gemeinsam den Wandel vorantreiben können.
👉 Jetzt das Video ansehen: Interview: Wasserinfrastruktur im Wandel

